Geisterfahrerunfall A22
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Am Freitag 9. und Samstag 10. Jänner veranstaltete die Feuerwehr Langenzersdorf ihren mittlerweile traditionellen Neujahrs-Punschstand. Gegen Ende der Veranstaltung kam es am Samstag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A22 Donauuferautobahn. Gemeldet wurde ein Frontalzusammenstoß nach einem Geisterfahrerunfall mit zumindest einer eingeklemmten Person.
Da sich auf Grund der Veranstaltung ausreichend Mannschaft im Feuerwehrhaus befand, konnte das Vorausfahrzeug sofort ausrücken. Weitere Fahrzeuge folgten unmittelbar nach der Alarmierung.
Die Zufahrt erfolgte über die Betriebszufahrt Langenzersdorf, dadurch konnte die Einsatzstelle, welche sich kurz vor der Abfahrt Korneuburg Ost befand, rasch erreicht werden.
An der Unfallstelle bot sich ein dramatisches Schadensbild: zwei PKWs waren frontal kollidiert, die Trümmer waren über alle Fahrspuren verteilt, die Personen noch in den Fahrzeugen eingeklemmt. Die Polizei sicherte den Unfallort bereits ab, in weiterer Folge wurde die Autobahn komplett gesperrt und der Verkehr bei der Anschlussstelle Strebersdorf abgeleitet.
Bei der näheren Erkundung der Lage durch den Einsatzleiter konnte eine offensichtlich schwer verletzte Person vorgefunden werden, welche zwischen Fahrersitz, Armaturenbrett und Lenkrad vollumfänglich eingeklemmt war. Sofort wurde mit den Befreiungsmaßnahmen mittels hydraulischem Rettungsgerät begonnen. Da sich der Zustand des Patienten drastisch verschlechterte, wurde durch den Rettungsdienst eine Crashrettung gefordert und von der Feuerwehr durchgeführt. Die Person konnte innerhalb kürzester Zeit mittels hydraulischen Spreizer befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. In weiterer Folge wurde der Fahrzeuglenker durch den mittlerweile eingetroffenen Notarzthubschrauber Christophorus 2 in ein Krankenhaus verbracht.
Die beiden Insassen des zweiten Unfallfahrzeugs waren nicht akut eingeklemmt und auch ansprechbar, standen aber unter schwerem Schock mit Verletzungen unbestimmten Grades. Die Betreuung durch Kameraden des feuerwehrmedizinischen Dienstes und des Rettungsdienstes erfolgte zeitgleich zur Befreiung des ersten Patienten. Auf Anweisung des Rettungsdienstes wurde bei diesem Fahrzeug die Beifahrertüre mittels hydraulischer Schere entfernt, um eine schonende Rettung für beide Personen zu ermöglichen. Die beiden Verletzten wurden mit bodengebundenen Rettungsmitteln zur weiteren Betreuung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Während der Rettungsmaßnahmen wurde die gesamte Unfallstelle durch mehrere Fahrzeuge mit Lichtmasten ausgeleuchtet sowie eine erste Grobreinigung der Fahrbahn durchgeführt, um die Zufahrt für weiteren Einsatzfahrzeugen zu ermöglichen.
Da die beiden Unfallfahrzeuge massive Beschädigungen aufwiesen, mussten diese mittels Kran- und Abschleppfahrzeug durch die Feuerwehr der Stadt Korneuburg geborgen und von der Autobahn abtransportiert werden.
Die weitere Reinigung der Fahrbahn erfolgte durch die ASFINAG mittels Kehrmaschine.
Auf Grund der Autobahnsperre kam es trotz der fortgeschrittenen Stunde zu umfangreicher Staubildung auf der Ausweichroute LB3 in Fahrtrichtung Korneuburg.
Nach rund 2,5 Stunden konnte der Einsatz für alle eingesetzten Kräfte beendet werden.
Der Dank gilt allen eingesetzten Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Rettung und Straßenverwaltung für die professionelle Zusammenarbeit.




